Test: Sandberg ThunderStorm Gamingtastatur

Wir haben für Euch die Sandberg ThunderStorm Gamingtastatur getestet. Auf dem ersten Blick sieht sie schon etwas gewöhnungsbedürftig aus! Ob sie es auch ist? Das wird der Test verraten.

Erster Eindruck

Die Verpackung macht auf den ersten Blick schon einen guten Eindruck, das Hauptelement, die Tastatur ist mit einer Glanzspottlackierung hervorgehoben. Überraschend war für mich doch das Gewicht, klar wirbt Sandberg mit einer robusten Tastatur mit eingebauter Metallplatte. Das aber die 1,1kg doch sich so schwer anfühlten überraschte mich am Anfang. Beim genaueren Betrachten merkt man, dass Sandberg bei dieser Tastatur auf hochwertiges Material setzt. Das Gehäuse besteht aus einen robusten Kunststoff und macht so schon mal ein gutes Bild. Wenn da nicht das für meiner Meinung nach doch sehr übertreibende Blitzdesign wäre. Zu viele Blitze durchkreuzen die Tasten und bringen eine Unruhe in das Gesamtbild. Weniger ist oft mehr.

Anschluss und erster Betrieb

Angeschlossen wird die Tastatur über USB. Das Kabel hat die Standartlänge von 1,8 Meter und ist mit einem Nylongeflecht umwickelt. USB-Stecker in den PC eingesteckt (geht auch bei laufendem Betrieb, ist aber niemals ratsam) und PC an. Nach dem Betriebssystemstart war die Tastatur auch sofort einsetzbar, es musste keinerlei Treiber ober Software installiert werden. Die LED Hintergrundbeleuchtung lässt sich über eine Funktionstaste problemlos umstellen. Es stehen 3 Farben zur Auswahl, Blau, Rot und Violett. Bei den 10 Multimediatasten gibt es eine Taste, wofür ich den Nutzen bis heute noch nicht raus gefunden habe. Genau zwischen der Browser– und der Emailtaste gibt es eine Taste mit einem „X“, welche bei mir keinerlei Funktion ausübt. Alle anderen Tasten wie Lautstärke, Start/Stop, Pause usw funktionieren Problemlos.

Technische Daten

  • 104 Tasten Standardlayout
  • 10 Multimediatasten
  • USB
  • 1,8m Kabellänge
  • 1,1kg Gewicht
  • Hintergrundbeleuchtung einstellbar ( Blau, Rot und Violett)
  • Maße 46,7 x 20,4 x 3,1 cm

Weiterer Einsatz

Sowohl in Spielen, als auch in der alltäglichen Benutzung „hält“ die Sandberg ThunderStorm seine Position. Die verbaute Metallplatte hält also was sie verspricht. Wenn es in Spielen mal etwas hektischer zu geht und man ernärgischer in die Tasten haut, verschiebt sich die Tastatur so gut wie kein Stück. Und etwas fester in die Tasten muss man bei dieser Tastatur leider doch schon hauen. Der Druckpunkt der Tasten ist relativ hoch. Wer nicht gerade immer etwas fester in die Tasten haut wird feststellen, dass die Reaktion der Tasten doch recht träge ist. Einige Male reagierte mein Charakter in Spielen nicht. Auch beim schreiben, bleibt teils der ein oder andere Buchstabe „verschollen“. Bei der Leertaste fiel mich noch ein weitere Manko auf. Ich nutze meist in Spielen den linken Daumen zum betätigen der Leertaste und drücke somit relativ links auf die besagte Taste. Dort reagiert die Taste nie und so bin ich das ein oder andere Mal an statt zu springen, einfach stehen geblieben oder runter gefallen. Auch jetzt beim Testbericht schreiben finde ich es relativ anstrengend so in die Tasten zu hauen, damit auch wirklich alle Buchstaben erscheinen (also vergebt mir, wenn ich den ein oder Fehler übersehen habe)

Pro & Contra

+ einfacher Anschluss dank Plug&Play

+ robuste Verarbeitung

+ verrutscht fast gar nicht

+ kompakte Größe

unruhiges Design, stört das Gesamtbild

fehlende Dokumentation bzw. Beschreibung der Multimediatasten

Druckpunkt der Tasten zu hoch

Mein Fazit

Der dänische Hersteller ist auf einem Guten Weg um in die eSportszene mit einzusteigen. Doch bei einer Tastatur allgemein erwarte ich, dass man sich nicht verausgabt beim Tippen oder Zocken, nur weil die Tasten so schlecht reagieren. Mit rund 40 Euro ist die Tastatur ja auch nicht im unteren Preissegment an zu siedeln, wo man auf den ein oder anderen „Komfort“ verzichten muss. Für den Preis erwarte ich schon etwas mehr. Auch das ThunderStorm Design ist meiner Meinung nach übertrieben und bringt zu viel Unruhe ins Gesamtbild. Auch wenn der Anschluss, die Standhaftigkeit, die Größe und die robuste Verarbeitung positive Punkte sind, gibt es doch durchaus bessere Gamingtastaturen und das für sogar weniger Geld.