News: IBM stellt LinuxOne vor

IBMs neuestes Mainframe-Angebot aus Hard- und Software heißt LinuxOne und wurde für zwei z-Systeme vorgestellt. Zwar liefert IBM schon seit 15 Jahren ihre Server auf Wunsch auch mit Linux aus, aber die beiden neuen Systeme laufen ausschließlich Linux.

IBM gibt seiner Mainframe-Strategie ein neuen Namen, LinuxOne, und bietet neben der Hard– auch Software und Dienstleistungen an. Open-Source-Software wie Apache Spark, Node.js, MongoDB, MariaDB, PostgreSQL und Chef  wird von IBM für LinuxOne, sowie für andere z-Systeme bereit gestellt. Des Weiteren soll LinuxOne Docker-Container ebenso wie die Cloud-Verwaltung per OpenStack beherrschen. IBM entwickelt in Kooperation mit Ubuntu eine spezielle Linux-Distribution für LinuxOne und die z-Systeme. Sich Ubuntu mit ins Boot zu holen liegt scheinbar an dem wachsenden Interesse für diese Distribution.

Emperor

Emperor

Zwei Basissysteme stehen dem Kunden zur Verfügung und über die Wahl der einzelnen Anwendungen lassen sich diese optimal auf die Bedürfnisse zuschneiden. Da Linux bekanntlich ja Tux, einen Pinguin, als Maskottchen hat, nennt IBM die beiden Mainframe-Systeme nach Pinguinarten. LinuxOne Emperor (Kaiserpinguin) basiert auf dem z13 von IBM, die kleinere Version LinuxOne Rockhopper (Felsenpinguin) basiert auf dem Vorgänger  zEC12. Emperor schaffe laut IBM bis zu 8000 virtuelle Maschinen oder zehntausende Container in einem System, 30 Milliarden RESTful Web-Interaktionen mit über 350.000 Lese- und Schreibvorgängen auf die Datenbank pro Sekunde sowie Support für zehntausende simultane Nutzer und gleichzeitigen Betrieb von Dev, Test und Production in einem System. Möglich wird dieses durch den schnellsten Prozessor der Industrie, der dicksten I/O-Pipe, 10 Terabyte Hauptspeicher und vier Cache-Levels. Zum Einsatz hierbei kommen Linux und KVM anstelle von z/OS und z/VM.

Rockhopper

Rockhooer

Natürlich hat das ganze auch so seinen Preis. Rockhopper in der Basisausstattung ohne Support beginnt bei etwa 100.000 US-Dollar. Um aber den Ein- bzw. Umstieg zu erleichtern will IBM mit einen Pay-for-Use-Modell (Bezahlung nach Nutzung) die Hürde verkleinern. Es soll keine Einmalzahlung im Voraus geben, sondern es wird eine Basisrate fällig, die monatlich oder vierteljährlich zu zahlen ist.